Start Gesundheit Besenreiser erkennen und behandeln: Was helfen kann und was nicht

Besenreiser erkennen und behandeln: Was helfen kann und was nicht

0
Besenreiser erkennen und behandeln: Was helfen kann und was nicht

Besenreiser gehören zu den häufigsten Venenveränderungen an Beinen und Füßen. Für viele sind sie in erster Linie ein ästhetisches Thema, für andere ein Anlass zur Unsicherheit. Die Ausprägung reicht von feinen, kaum sichtbaren Linien bis zu dicht vernetzten Mustern. Auch wenn sie gesundheitlich in vielen Fällen unbedenklich sind, lohnt sich der Blick auf Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Maßnahmen für den Alltag.

Warum entstehen Besenreiser?

Mediziner ordnen Besenreiser den oberflächlichen Venenveränderungen zu. Sie entstehen, wenn kleine Gefäße sich erweitern und durch die Haut durchscheinen. Häufig werden sie mit Krampfadern verwechselt, allerdings betreffen Krampfadern tiefere und größere Venenabschnitte. Zu den typischen Auslösern zählen unter anderem:

  • genetische Veranlagung
  • Bewegungsmangel im Alltag
  • langes Sitzen oder Stehen
  • hormonelle Einflüsse
  • Schwangerschaft und Gewichtsschwankungen
  • Alterungsprozesse des Bindegewebes

Entscheidend bei Besenreisern ist nicht nur ihr Entstehen, sondern auch der Umgang mit ihnen.

Was Betroffene selbst tun können

Viele Veränderungen lassen sich im Alltag beeinflussen, wenn man die Venen entlastet und den Blutfluss fördert. Dazu gehören einfache Maßnahmen, die sich problemlos integrieren lassen. Regelmäßiges Gehen, leichtes Joggen oder Fahrradfahren verbessert die Pumpfunktion der Beinmuskulatur und hält die Gefäße in Bewegung. Es muss keine sportliche Höchstleistung sein, vielmehr wirkt eine regelmäßige Basisaktivität positiv auf das venöse System.

Beinpositionen verändern

Langes Sitzen wird zum Problem, wenn Beine dauerhaft in einer kippenden Position verharren. Kleine Unterbrechungen wie Aufstehen, Zehenbewegungen oder leichte Kniebeugen regen den Rückfluss an. Auch häufiges Übereinanderschlagen der Beine trägt nicht zur Entlastung bei.

Temperaturreize nutzen

Kneippsche Anwendungen oder Wechselduschen fördern die Durchblutung und kräftigen das Bindegewebe. Viele Anwender berichten von einer sichtbar glatteren Hautstruktur nach einigen Wochen.

Kompressionsstrümpfe als Alltagshilfe

Kompression sorgt für Druck von außen und erleichtert den Venen den Abtransport von Blut. Für Berufe mit viel Sitzen oder Stehen können sie eine praktische Unterstützung darstellen, auch wenn sie Besenreiser nicht vollständig verhindern.

Wann medizinische Behandlungen sinnvoll sind

Nicht in jedem Fall lassen sich Besenreiser mit Alltagsmaßnahmen verbessern. Manche Veränderungen bleiben bestehen und werden als optisch störend empfunden. In diesen Situationen kommen ärztliche Verfahren ins Spiel. Zu den gängigen Methoden zählen:

  • Sklerotherapie: Gefäße werden gezielt verödet, sodass sie vom Körper abgebaut werden.
  • Laserverfahren: Lichtenergie verschließt das Gefäß von außen über die Hautoberfläche.
  • Kombinationsbehandlungen: Je nach Ausprägung werden Laser und Sklerotherapie kombiniert.

Betroffene sollten bei der Behandlung darauf achten, dass die Ursache vorab abgeklärt wird. Treten zusätzlich Schweregefühl, nächtliche Wadenkrämpfe oder Schwellungen auf, kann ein Venencheck ratsam sein, damit keine größere Venenschwäche übersehen wird.

Was Besenreiser in ästhetischer Hinsicht bedeuten

Der Umgang mit Besenreisern ist nicht nur medizinisch, sondern auch psychologisch relevant. Besonders im Sommer, wenn Beine sichtbar werden, empfinden manche Betroffene Scham oder Vermeidungstendenzen. Dieser Aspekt wird oft unterschätzt, hat jedoch einen direkten Einfluss auf Wohlbefinden und Aktivitäten.

Für viele ist bereits die Klarheit über Optionen hilfreich: Einerseits gibt es Maßnahmen zur Vorbeugung, andererseits medizinische Verfahren zur Behandlung. Information nimmt Unsicherheit und schafft Spielraum für Entscheidungen.

Besenreiser entfernen lassen: Was man vorher wissen sollte

Behandlungen verlaufen in der Regel ambulant. Je nach Methode benötigt die Haut anschließend Ruhe, Sonnenschutz und bei manchen Verfahren Kompression. Viele Ärzte empfehlen, geplante Behandlungen außerhalb der Hauptsommersaison zu platzieren, da Hitze und direkte Sonne die Haut belasten können. Wer sich medizinische Hilfe wünscht, sollte im Vorfeld Angebote vergleichen und Informationsgespräche nutzen.

In diesem Zusammenhang suchen viele Patienten gezielt nach einem Facharzt, um sich Besenreiser entfernen zu lassen. Je nach Region existieren spezialisierte Praxen für Venenmedizin, Dermatologie oder Gefäßchirurgie.

Fazit: Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Besenreiser sind kein reines Schönheitsproblem und kein zwingender medizinischer Fall. Sie liegen oft zwischen beiden Bereichen. Bewegung, Temperaturreize, bewusste Beinpositionen und Kompression bilden ein sinnvolles Fundament im Alltag. Wer zusätzlich ästhetische Verbesserungen wünscht, findet durch moderne Verfahren schonende Möglichkeiten. Aufklärung hilft dabei, informierte Entscheidungen zu treffen und das Thema nicht länger zu verdrängen.