Mallorca zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Scherzhaft wird die Insel gerne auch als 17. Bundesland bezeichnet. Denn jährlich finden sich Hunderttausende Deutsche für einen Urlaub auf Mallorca an den Stränden der Baleareninsel ein. Bevor es ins Flugzeug geht, sollten aber noch die wichtigsten Gesetze auf der Urlaubsinsel bekannt sein.

Benimmregeln sollen Partytourismus eindämmen

Mit dem Ballermann hat sich Mallorca zu einem der bekanntesten Ziele für Partytourismus etabliert. Doch nicht nur deutschsprachige Gäste kommen in Scharen auf die Insel. Auch im Rest Europas steht Mallorca als Reiseziel für Urlaub mit den besten Freunden oder Junggesellenabschiede hoch im Kurs. Dabei hat die spanische Insel weitaus mehr zu bieten als legendäre Partylocations. Versteckte Buchten mit türkisblauem Wasser, leckeres Essen und die Kultur auf der Insel locken auch Ruhesuchende, Genießer und ältere Menschen an. Doch nicht nur denen sind die partywütigen Gäste ein Dorn im Auge. Auch Einheimische und Auswanderer mit einer Immobilie auf Mallorca direkt in Palma haben langsam, aber doch die Nase gehörig voll. Immer wieder werden neue Gesetze erlassen, welche das Ausmaß der feiernden Touristenmassen eindämmen soll. Dazu zählen beispielsweise

  • das Verbot für den Konsum von Alkohol an gewissen Strandabschnitten und öffentlichen Plätzen. Es droht ein Bußgeld von bis zu 3.000 Euro.
  • ein Rauchverbot an öffentlichen Plätzen. Dieses können Gemeinden individuell festlegen. Nicht überall auf Mallorca ist das Rauchen am Strand verboten.
  • Müll, Kaugummis und Zigarettenstummel dürfen nicht einfach achtlos zu Boden geworfen werden. Es droht ein Bußgeld von bis zu 200 Euro.
  • Auch T-Shirts oder Strandtücher mit obszönen Bildern sind an den Stränden verboten. Dies gilt übrigens auch für bestimmte Puppen, die beim Junggesellenabschied gerne als Luftmatratze zweckentfremdet werden.

Die meisten Benimmregeln scheinen auf den ersten Blick logisch und leicht einzuhalten zu sein. Die Einheimischen, andere Urlauber und die Insel selbst zu respektieren, muss der Partystimmung auch keinen Abbruch tun. Schneller als gewünscht kann der Abend aber bei falscher Kleidung oder schlechtem Benehmen zu Ende gehen. Denn viele Restaurants, Bars und Clubs haben mittlerweile Dresscodes und eigene Benimmregeln erlassen. Hierbei handelt es sich nicht um Gesetze. Mit der Badehose zu Abend zu essen, wird auf Mallorca aber zunehmend schwieriger.

Wichtige Gesetze abseits des Partytourismus


Auch im Familien- oder Erholungsurlaub können Reisende auf Mallorca in ein Fettnäpfchen treten. Dieses kann unter Umständen dann auch sehr teuer werden. So muss vor dem Baden im Meer stets ein Blick auf die Fahnen am Strand geworfen werden. Bei roter Fahne zu schwimmen, ist nicht nur gefährlich. Es warten Bußgelder im drei- bis vierstelligen Bereich. Denn im Zweifelsfall müssen sich Rettungskräfte in unnötige Gefahr begeben, um Urlauber aus dem tosenden Meer zu retten. Zudem sind viele Strände auf der Insel hundefrei. Wer mit dem Vierbeiner an den Strand will, sollte sich vorab genau informieren. Strafen drohen aber erst, wenn die Hinterlassenschaften der Tiere nicht entsorgt werden. Es kann ein Bußgeld von bis zu 1.500 Euro fällig werden. Vorsicht ist auch beim Fahren des Mietwagens geboten. Wer ein Auto mit Flip Flops oder barfuß lenkt, muss mit einer Geldbuße von 80 Euro rechnen. Selbiges gilt auch für das oberkörperfreie Fahren. In Spanien ist zudem auch das Essen am Steuer oder zu laute Musik verboten.

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