Seit die Digitalisierung nahezu weltweit Einzug gehalten hat, erledigen wir vieles schnell und unkompliziert online von zu Hause aus. Shopping findet weniger auf den bekannten Einkaufsmeilen als in aller Gemütlichkeit auf der Couch statt. Auch unsere finanziellen Angelegenheiten regeln wir über das Netz. Wer kennt überhaupt noch jemanden, der heute seine Bankfiliale persönlich aufsucht? Außerdem bieten mittlerweile viele Messenger wie WhatsApp, Facebook & Co. kostenloses Telefonieren über das Internet an. Wer greift da noch zum Festnetztelefon? Und wer früher den Nervenkitzel der Börse erleben wollte, musste zu einem Anbieter marschieren. Auch das bleibt uns heute dank unserer digitalen Welt samt ihrer Trading Apps erspart.

Apps für verschiedenste Handelsobjekte

Insbesondere im letzten Jahr haben viele junge Menschen den Trading-Markt für sich entdeckt. Entsprechende Apps machen es uns denkbar leicht, unter anderem mit Aktien, Devisen, Rohstoffen, Indizes, ETFs und Kryptowährungen zu handeln. Durch die Nutzung des Smartphones verfügt man über die Möglichkeit, jederzeit den Markt im Auge zu behalten. Dies ist ein wichtiger Aspekt, denn beim Trading steht und fällt der Erfolg mit der schnellen Reaktion. Es gibt mittlerweile unzählige Anbieter von entsprechenden Softwares. Sie unterscheiden sich zum Beispiel in den Bereichen

  • Investmentmöglichkeiten
  • Funktionsumfang
  • Mindesteinstiegsbetrag
  • Gebührenhöhe

App explizit nach den eigenen Anforderungen auswählen

Man sollte seine Auswahl sorgfältig treffen, denn die beste Trading App für alle gibt es nicht. Bestenfalls beantwortet man sich zunächst die folgende Frage: „Ziehe ich höchstmögliche Sicherheit vor oder gehöre ich zu den risikofreudigen Menschen?“ Je nach Antwort kommen bestimmte Handelsobjekte in Betracht. So gilt das Trading mit Kryptowährungen aufgrund ihrer hohen Volatilität als risikobehaftet. ETFs hingegen zählen zu den sicheren Alternativen. Denn selbst wenn die Investmentgesellschaft pleite geht und ihre Gläubiger befriedigen muss, ist das Kapital vor deren Zugriff gesetzlich geschützt. Ein komplettes Ausfallrisiko kann damit nahezu ausgeschlossen werden.

Weiterhin muss man die Suche nach einer passenden Trading App nach den finanziellen Möglichkeiten ausrichten. Während man bei manchen Anbietern bereits mit 50 oder 100 Euro einsteigen kann, liegt die Mindesteinzahlung bei anderen Brokern bei 200 oder auch 250 Euro. 

Wenn es um Geldgeschäfte geht, mischen sich fast immer schwarze Schafe unter ihre weißen Kollegen. Deshalb empfehlen wir dir, zunächst online unabhängige Vergleiche, Tests und Kundenerfahrungen zu studieren. Letztere sind allerdings teilweise unzuverlässig. Denn Trader, die gerade große Verluste erlitten haben, bringen deutlich öfter ihren Frust zum Ausdruck als Menschen, die sich gerade über „das große Los“ freuen.

Wissenswertes für Einsteiger

Grundsätzlich sollte man wissen, dass Spekulationsgeschäfte ausnahmslos mit dem Risiko auf Verluste verbunden sind. Demgegenüber stehen natürlich die Gewinne – eine Garantie gibt es jedoch nicht. So kann selbst der Wert von Aktien, die seit Jahren auf dem steigenden Ast sind, plötzlich in den Keller rutschen. Voraussehen lassen sich solche Ereignisse kaum.

Wichtig ist, „nicht alle Eier in einen Korb zu legen“. Bestenfalls setzt man demnach nicht sein gesamtes Vermögen auf eine einzige Anlagemöglichkeit, sondern schafft sich ein breit gefächertes Portfolio an. Im Bereich der Aktien heißt das, zwischen verschiedenen Branchen und gegebenenfalls auch Regionen auszuwählen. So erreicht man eine Risikostreuung, die einen davor bewahrt, sein gesamtes Einsatzkapital auf einen Schlag zu verlieren.

Im Übrigen behält ein guter Trader immer einen kühlen Kopf. Er lässt sich nicht von der Panik ergreifen, die allzu oft an den Börsen den Ton bestimmt. Zu guter Letzt möchten wir noch ein paar Grundregeln für das Trading bzw. die Geldanlage allgemein mit auf den Weg geben:

  • Finger weg von geliehenem Geld zum Spekulieren!
  • Kein Geld nehmen, das für einen bestimmten Zeitpunkt bereits verplant ist.
  • Nur in ein Handelsgeschäft oder eine Geldanlage investieren, wenn man es/sie vollständig versteht.
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