E-Zigaretten verbreiten sich in Deutschland immer mehr. Ihre Popularität stieg in den letzten Jahren regelmäßig an. Sowohl einseitige als auch falsche Berichte aus der Medienwelt verunsichern jedoch viele Menschen. Dass die Produkte weniger schädlich als Tabakzigaretten sind, wurde bereits durch viele Tests und Studien nachgewiesen. Ein Grund dafür ist, dass es beim Dampfen zu keinem Verbrennungsprozess kommt und somit auch kein Rauch entsteht. Er enthält rund 250 schädliche Stoffe, darunter Formaldehyd, die den Tabakkonsum durch Rauchinhalation gefährlich machen.

Studie National Institute for Health Reserach / Cancer Reasearch

Zahlreiche Raucher stellen sich die Frage, ob E-Zigaretten für Einsteiger ein effektives Hilfsmittel bei der Rauchentwöhnung sind. Um eine Antwort darauf zu finden, kann man sich nicht auf alle Testergebnisse verlassen. Denn es kann davon ausgegangen werden, dass durchführende Institutionen häufig versuchen, ihre eigene Position zu stützen. Positive Erkenntnisse für die erfolgreiche Rauchentwöhnung brachte eine randomisierte Studie des britischen National Institute for Health Research gemeinsam mit der Stiftung Cancer Reserach UK: Durch die Hinzuziehung von Elektro-Zigaretten gelang es knapp doppelt so viel langjährigen Rauchern auf den Tabakkonsum zu verzichten wie Probanden, die Nikotinersatzpräparate erhielten. Tatsächlich waren nach einem Jahr nur 9,9 Prozent Letzterer tabakabstinent. Bei den E-Zigaretten-Dampfern lag die Zahl bei 18,0 Prozent.

Studienverlauf

Die Studie gestaltete sich wie folgt: 886 durchschnittlich 41 Jahre alte Personen, die im Mittel 15 Zigaretten täglich rauchten und den Willen zur Abstinenz hatten, nahmen daran teil. Die Teilnehmer der einen Gruppe bekamen nach persönlicher Beratung ein Starterpaket mit E-Zigarette sowie ein 18mg-nikotinhaltiges Liquid. Selbst bezahlen mussten sie weitere Liquids nach persönlichem Geschmack. Auch die zweite Gruppe erhielt eine individuelle Unterrichtung über die ihnen zur Verfügung gestellten konventionellen Nikotinersatzpräparate über einen Zeitraum von drei Monaten. Sie konnten zwischen Kaugummi, Pflaster, Lutschtabletten, Nasenspray, Inhalator, Mundstreifen sowie Mikrotabs selbst auswählen. Darüber hinaus hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, vier Wochen lang einmal wöchentlich an einer therapeutischen Sitzung teilzunehmen.

Studie Universität Chieti-Pescara

Eine der wenigen Langzeitstudien wurde von einem Team aus neun Wissenschaftlern der italienischen Universität Chieti-Pescara über zwei Jahre durchgeführt. Auch in diesem Fall kam ein Pro-Ergebnis für die Hinzuziehung von Elektro-Zigaretten zur Rauchentwöhnung heraus. Prozentual am nachhaltigsten hörten die Probanden der Gruppe, die E-Zigaretten nutzen, mit dem Rauchen auf (61 Prozent). Von der sogenannten Doppelkonsum-Gruppe schafften es noch 26 Prozent, 11,7 Prozent stiegen auf E-Zigaretten um. Auf der Seite der Tabakraucher beendeten 23,1 Prozent ihren Tabakkonsum. 1,2 Prozent wechselten zum Doppelkonsum. Daneben erbrachte die Studie, dass Teilnehmer die ganz oder teilweise Rauchen und Dampfen mischten, sich laut Selbsteinschätzung deutlich gesunder fühlten.

Studienverlauf

Ziel der italienischen Studie war, Aufschluss über die Effizienz der Nutzung von E-Zigaretten als Tabak-Entwöhnungshilfe zu erhalten. Die 1.355 Teilnehmer im Alter zwischen 30 und 75 Jahren wurden in drei Gruppen eingeteilt:

  • Gruppe 1: Tabakkonsumenten, die mindestens eine Zigarette täglich rauchten (693 Personen)
  • Gruppe 2: E-Zigarettenkonsumenten, die wenigstens 50 Züge wöchentlich an Elektro-Zigaretten jeder Art machten (343 Personen)
  • Gruppe 3: Mischkonsumenten, die regelmäßig sowohl dampften als auch rauchten (319 Personen)

Die Studie sollte vor allem exakte Ergebnisse liefern, welche Teilnehmer nachhaltig ihren Rauchkonsum stoppen konnten und ihn während der zweijährigen Dauer auch nicht wieder aufnahmen. Über persönliche, telefonische und digitale Kontakte während des gesamten Zeitraums wurden die Probanden zu ihrer persönlichen Entwicklung befragt. Dazu gehörte auch eine Gesundheitseinschätzung sowie stichprobenartige Tests über die Kohlenmonoxid-Werte der Teilnehmer, die Tabakfreiheit angaben. Während des Studienverlaufs stiegen unter 20 Prozent der jeweiligen Gruppen aus. Die Anzahl unterschied sich nicht sonderlich, prozentual wurde die Dampfer-Gruppe vermehrt verlassen. Am Ende lagen die Daten von 480 Tabak-, 229 E-Zigaretten- und 223 Doppel-Nutzern vor.

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